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Verhütungsmittel - Wirkung, Nebenwirkungen und moralische Folgen
                                            
                                             Enzyklika Humanae Vitae

Die Enzyklika „Humanae Vitae“ wurde 1968 von Papst Paul VI herausgegeben. Sie ist eine Antwort auf den damaligen Zeitgeist.
Die Familie war unter massiver Attacke gestanden, man bezweifelte die richtige Weitergabe des menschlichen Lebens. Verhütungsmittel wurden propagiert, verschiedene Verhütungsmethoden praktiziert. Die Antibabypille hatte ihren Siegeszug durch die Welt angetreten. Die “Pille” ermöglichte sexuelle Lust ohne die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen. Freie Sexualität wurde zum neuen Götzen unserer Zeit. Auch innerhalb der Kirche lösten sich viele Theologen von der bisherigen kirchlichen Ehemoral, und die Folge war, dass sich immer mehr Gläubige der neuen Zeitströmung anpassten und mit der “Pille” zu leben begannen.

Herausgegeben am 25. Juli 1968 von Papst Paul VI:
Die Enzyklika „Humanae Vitae“ zeigt die rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens auf, so wie Gott sie für die Familie gedacht hat.
Aus der Enzyklika spricht die Sorge vor dem selbstsüchtigen Missbrauch menschlicher Geschlechtlichkeit, den heute beängstigenden Gefahren technischer Manipulation des Menschen und vor Grenzüberschreitungen der staatlichen Gewalt im Intimbereich ehelichen Lebens.
Sie betont die Heiligkeit des menschlichen Lebens und seiner Quellen, die innige Einheit der Sinngehalte ehelicher Hingabe: Diese ist ebenso Ausdruck des Strebens nach liebender Einheit wie der Bereitschaft zum Dienst am Leben.
Die Enzyklika Humanae Vitae bejaht verantwortliche Elternschaft und verantwortliche Geburtenregelung. Sie verlangt aber, dass jeder eheliche Akt auf die Weitergabe des Lebens hingeordnet bleibt.


Auszüge aus der Enzyklika Humanae vitae:
Wesen und Berufung der Ehe:
Durch die Weitergabe von menschlichem Leben in der Ehe werden die Gatten zu freien und bewußten Mitarbeitern des Schöpfergottes. Die eheliche Liebe zeigt sich uns in ihrem wahren Wesen und Adel, wenn wir sie von ihrem Quellgrund her sehen, von Gott, der Liebe ist, von Ihm, dem Vater, nach dem alle Vaterschaft im Himmel und auf Erden ihren Namen trägt. Die Ehe ist vom Schöpfergott in weiser Voraussicht so eingerichtet, daß sie in den Menschen seinen Liebesplan verwirklicht. Darum streben Mann und Frau durch ihre gegenseitige Hingabe, die ihnen in der Ehe eigen und ausschließlich ist, nach jener personalen Gemeinschaft, in der sie sich gegenseitig vollenden, um mit Gott zusammenzuwirken bei der Weckung und Erziehung neuen menschlichen Lebens. Die Ehe ist also weit davon entfernt, das bloße Produkt des Zufalls oder Ergebnis des blinden Ablaufs von Naturkräften zu sein.


 Die Kirche spricht von verantwortlicher Elternschaft. Was heißt das?
a) in Bezug auf die biologischen Vorgänge: die Kenntnis und die Beachtung der mit ihnen zusammenhängenden Funktionen. So vermag der Mensch die biologischen Gesetze der Fortpflanzung zu entdecken.
b) in Bezug auf den psychologischen Trieb und die Leidenschaft: ihre erforderliche Beherrschung durch Vernunft und Willen.
c) im Hinblick auf gesundheitliche, wirtschaftliche, seelische und soziale Situation: daß man nach klug abwägender Überlegung sich hochherzig zu einem größeren Kinderreichtum entschließt oder bei ernsten Gründen und unter Beobachtung des Sittengesetzes zur Entscheidung kommt, zeitweise oder dauernd auf weitere Kinder zu verzichten.

±±± daraus folgt: daß die Eheleute bei der Aufgabe, das Leben weiterzugeben, keineswegs ihrer Willkür folgen dürfen, gleichsam als hinge die Bestimmung der sittlich gangbaren Wege von ihrem eigenen und freien Ermessen ab. Sie sind vielmehr verpflichtet, ihr Verhalten nach dem göttlichen Schöpfungsplan auszurichten.


Die Lehre der katholischen Kirche:
Jeder eheliche Akt muß hingeordnet bleiben auf die Erzeugung menschlichen Lebens.
Diese Lehre gründet in einer von Gott bestimmten unlösbaren Verknüpfung der beiden Sinngehalte - liebende Vereinigung und Fortpflanzung - die beide dem ehelichen Akt innewohnen. Diese Verknüpfung darf der Mensch  n i c h t  e i g e n m ä c h t i g  auflösen.
Wenn die beiden wesentlichen Gesichtspunkte der liebenden Vereinigung und der Fortpflanzung beachtet werden, behält der Verkehr in der Ehe voll und ganz den Sinngehalt gegenseitiger und wahrer Liebe, und seine Hinordnung auf die erhabene Aufgabe der Elternschaft, zu der der Mensch berufen ist.

Wenn jemand daher einerseits Gottes Gabe genießt und andererseits Sinn und Ziel dieser Gabe ausschließt, handelt er gegen Gottes Plan und heiligen Willen und im Widerspruch zur Natur des Mannes und der Frau und deren inniger Verbundenheit.
Wer das Geschenk ehelicher Liebe genießt und sich dabei an die Zeugungsgesetze hält, der verhält sich nicht, als wäre er Herr über die Quellen des Lebens, sondern er stellt sich vielmehr in den Dienst des göttlichen Schöpfungsplanes.
Wie nämlich der Mensch ganz allgemein keine unbeschränkte Verfügungsmacht über seinen Körper hat, so im besonderen auch nicht über die Zeugungskräfte als solche.


Unerlaubte Wege der Geburtenregelung
Der direkte Abbruch einer begonnenen Zeugung, vor allem die direkte Abtreibung - auch wenn sie zu Heilzwecken vorgenommen wird - ist kein rechtmäßiger Weg, die Zahl der Kinder zu beschränken, und daher absolut zu verwerfen.
Gleicherweise muss die direkte, dauernde oder zeitlich begrenzte Sterilisierung des Mannes oder der Frau verurteilt werden.
Ebenso ist jede Handlung verwerflich, die entweder in Voraussicht ( Verhütungsmittel) oder während des Vollzugs des ehelichen Aktes oder im Anschluß an ihn ( z.B. Pille danach) dahin zielt, die Fortpflanzung zu verhindern.


Zwei Beispiele: die Pille und die Spirale
Die Pille
Die Pille ist eine Verhütungsmaßnahme, die durch künstliche Hormonzufuhr von weiblichen Hormonen (Östrogen und Gestagen) bewirkt wird.
Die  meisten Frauen werden nicht über die Wirkungsweise der Pille unterrichtet und mit welchen Nebenwirkungen sie zu  rechnen haben. Oft werden die gesundheitlichen Schäden völlig verschwiegen, ja sogar von k e i n e n  Folgeschäden gesprochen.

Wie wirkt nun die Pille?
Jeder Eierstock enthält 400.000 Eizellen. Monatlich reift eine Eizelle heran, entweder im rechten oder im linken Eierstock. Dies ist der sog. Gelbkörper. Ist dieser ausgereift, wird er Follikel genannt. Parallell zur Eireife baut sich in der Gebärmutterinnenwand eine Schleimhaut auf, die die Nährstoffe für das Kind in seiner ersten Wachstumsphase enthält. Alle diese Vorgänge werden hormonell gesteuert. Der Follikel, die ausgereifte Eizelle, springt bei der sog. Ovulation (Eisprung) aus dem Eierstock, wird von den Flimmerhäarchen des Eileiters aufgefangen und in den vorderen Teil des Eileiters, der Ampulle, transportiert. Hier ist der Ort der Befruchtung. Findet nun keine Befruchtung statt, so verdämmert das Ei und stirbt ab. Gleichzeitig wird die Gebärmutterschleimhaut, die jetzt nicht gebraucht wird, da ja keine Schwangerschaft eingetreten ist, abgestoßen. Es kommt zur Regelblutung.
Monatlich stellt sich also der weibliche Körper auf eine Schwangerschaft ein - alles wird für ein werdendes Leben  vorbereitet.

Die Befruchtung findet, wie bereits erwähnt, in der Ampulle des Eileiters statt. Nach dem Durchwandern der Gebärmutterhöhle gelangt die Samenzellflüssigkeit in die Eileiter und in die Ampulle.  1 ml Samenzellflüssigkeit enthalten 60-120 Mill. Spermatozoen. Die Befruchtungsfähigkeit des Spermas beträgt 2-3 Tage, die der Eizelle 6-12 Stunden. Nun dringt von den Mill. Spermatozoen nur ein Spermium in die Eizelle. In dem Moment, in dem ein Spermium das Ei erreicht hat, bildet sich um die Eioberfläche eine feine Schicht, die das Eindringen weiterer Spermien verhindert. (Ausnahme: Zwillingsschwangerschaft). Wenn der Kern der Eizelle mit dem Kern eines Samens vereint ist (Konjugation), ist die Befruchtung vollzogen. Ein Mensch beginnt zu leben, eine Schwangerschaft entsteht. Im Moment der Verschmelzung sind bereits alle Informationen des werdenden Menschen in dieser kleinen Zelle angelegt, wie z.B.seine Augen- und Haarfarbe, seine Größe,  sein Aussehen, sein Charakter, sein Geschlecht.
“Ein Mensch wird nicht Mensch, sondern ist Mensch”, Zitat von Blechschmidt, eines bekannten Embryologen.

Eine befruchtete Eizelle ist nur 0,4 Millionstel Gramm schwer und ungefähr 1/10 mm groß.
Nach der Befruchtung wandert das befruchtete Ei einige Tage durch den Eileiter. Winzige Häarchen, die den Eileiter auskleiden, transportieren das befruchtete Ei Stück für Stück Richtung Gebärmutter. Ernährt wird das befruchtete Ei, die Zygote, teils aus eigenen Energievorräten wie auch von Eileitersekreten. Ungefähr am 4. oder 5. Tag hat der kleine Mensch die Gebärmutter erreicht und nistet sich in die gut vorbereitete Gebärmutterschleimhaut ein. Durch das Eindringen in die Schleimhaut werden Drüsen geöffnet und Kohlenhydrate freigesetzt, die dem Kind als Energiequelle dienen.

Die verschiedenen Wirkungen der Pille 
a) Verhinderung der Eireifung im Eierstock
b) Unterdrückung und damit Verhinderung des Eisprunges durch Gabe von weiblichen Hormonen
c) häufig  a b o r t i v e   Wirkung, d.h. a b t r e i b e n d e Wirkung: es kommt zur Befruchtung, das Kind wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter. Diese konnte aber aufgrund der Pillenhormone keine für das Kind lebensnotwendige Schleimhaut aufbauen. Das Kind kann sich nicht in eine vorbereitete Schleimhaut einnisten, findet keine Nahrungsstoffe und m u ß  s t e r b e n !

Diese a b t r e i b e n d e    W i r k u n g   geschieht auch bei Pillen, die unter der Art von a) und b) ihre Wirkungsweise haben und zwar deshalb: Kaffee, Alkohol oder Nikotin, Magen- und Darmverstimmungen, andere Ernährungsweisen (Ausland) und angeborene veränderte Stoffwechsellagen lassen die Pillenwirkung auf die Eierstöcke unvollständig sein: Die Eibläschen reifen dadurch teilweise heran und führen zu Zystenbildungen der Eierstöcke oder sie können vollständig springen und es kann dadurch eine Schwangerschaft unter Pilleneinnahme entstehen. Daß längst nicht alle trotz der Pille entstandenen Schwangerschaften dann auch zur Geburt führen, ist
a) bedingt durch die vielfältige Wirkung der Pille: Hormone beeinflussen nicht nur den Eierstock. Sie verlangsamen auch die Beweglichkeit des Eileiters und die Gebärmutterschleimhaut. Darum wird auch der Transport des befruchteten Eis durch den Eileiter bei Pilleneinnehmerinnen verlangsamt, und in der Folge erreicht der Embryo die rettende Gebärmutterschleimhaut oft zu spät, d.h. er ist quasi ausgehungert.
b) In anderen Fällen vermag er sich überhaupt nicht in die durch die Pille beeinträchtigte Gebärmutterschleimhaut einzunisten: In beiden Fällen stirbt der Embryo!

Man schätzt, daß die Einnistungshemmung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut durch die Pille allein in Westdeutschland pro Jahr 48.000 Abtreibungen zur Folge hat.  Eine Frau, die die Pille einnimmt, muß mit 2 - 3 Frühabtreibungen pro Jahr rechnen.
Das heißt also, daß mit der Pilleneinnahme unzähligen Kindern das Leben genommen wird, welches gerade erst  begonnen hat.  

Mögliche gesundheitliche Folgen:
1. Thrombosen, Embolien, Hirnblutungen, Herzinfarkte, Blutdrucksteigerung
Es besteht eine 40% höhere Todesrate, verursacht durch Erkrankungen des Herzens und des Gehirns, und äußert sich vor allem in Herzinfarkten und Gehirnblutungen.
Dabei spielt die Dauer der Pilleneinnahme keine Rolle: auch bei kurzzeitiger Pilleneinnahme können genau dieselben schwerwiegenden Veränderungen auftreten wie nach langer Einnahmedauer. Bei Raucherinnen und älteren Frauen erhöht sich dieses Risiko um das Mehrfache.

2. erhöhtes Krebsrisiko, z.B. Eierstock- und Brustkrebs, Haut- und Leberkrebs. Dies ist bedingt durch die künstlichen Hormonumstellungen und Unterbrechungen bzw. das Zuführen von Hormonen.

3. Brustkrebs: Schon im Frühstadium einer Schwangerschaft wird die Brust einer Frau durch Hormone verändert und so bereits auf das Stillen vorbereitet. Dadurch, daß durch die Pille häufig eine Schwangerschaft abgebrochen wird, wird dieser Prozess abrupt gestoppt. Dies aber fördert die Krebswucherungen. Vor allem bei jungen Mädchen!

4. Auch gutartige Tumore von Leber, Brust, Gebärmutter und Eierstöcken sind beschrieben und nicht immer harmlos. Sie können einbrechen oder aufplatzen. (Im Zeitraum von 7 Jahren lagen z.B.
650 Fallberichte über gutartige Lebertumore unter Pilleneinnahme vor.) Es gab dabei Verblutungsfälle.

5. Erhöhte Infektförderung im Genitalbereich
Durch die erhöhte Infektförderung wird die spätere Unfruchtbarkeit drastisch erhöht.

6. Augenstörungen und Magen-Darm-Leiden

7. Psychische Störungen wie Depressionen, Libidoverlust (keine Freude am Geschlechtsverkehr),  Persönlichkeitsveränderungen. Dies kommt recht häufig vor, allerdings wird die Ursache meist nicht bei der Pilleneinnahme gesucht.

8. Partnerschafts-Beziehungsprobleme.

9. Erhöhte Fehlgeburtenrate bei Schwangerschaften nach Absetzen der Pille, vermehrte kindliche Mißbildungen bei darauffolgenden Schwangerschaften.
Wird eine Frau nach Absetzen der Pille innerhalb des ersten halben Jahres schwanger, so ist festgestellt worden, daß in 48% der Fälle kindliche Chromosomenstörungen vorliegen!

10. Größere Neigung zur Abtreibung bei Eintreten einer Schwangerschaft während der Zeit der Pilleneinnahme: Man möchte unter keinen Umständen ein Kind empfangen, da man ja die Pille einnimmt.


Die Spirale
Die Spirale, auch Intrauterinpessar genannt (IUD), ist ein in die Gebärmutter eingeführter Fremdkörper, - zum Teil verbunden mit Kupfer und/oder Gelbkörperhormon. Die Spirale trägt einen in die Scheide ragenden Faden, der der Kontrolle dient, ob die Spirale noch in der Gebärmutter liegt.
Die Spirale ist in erster Linie ein  a b t r e i b e n d e s    M i t t e l.  Sie verursacht eine Reizentzündung der Gebärmutterschleimhaut.  Diese verhindert die Einnistung des Embryo und führt so zu seiner Vernichtung.

In der Hauptsache bestehen die Nebenwirkungen des  IUD in Blutungen, Schmerzen, Infektionen (zum Teil schwere Bauchfellentzündungen), öfter mit Sterilitätsfolge. Häufiger entstehen Eileiterschwangerschaften  sowie Perforationen der Gebärmutterwand  (Durchwandern der Spirale durch die Gebärmutterwand). Es wurden bei Spontanperforationen Spiralen bis in die Lebergegend hinauf gefunden.

Weitere Verhütungsmittel wie das Implanon, die Dreimonatsspritze, das Diaphragma oder die Portiokappe und die endgültige Sterilisation wirken entweder hormonell mit entsprechenden bekannten Nebenwirkungen oder sie wirken mechanisch. Das Ziel ist bei allen Verhütungsmethoden, unter allen Umständen eine Schwangerschaft zu vermeiden.


Ernste Folgen der Methoden einer künstlichen Geburtenregelung
Was für Auswirkungen hat eine antikonzeptionelle Verhütung moralisch und gesellschaftlich?
1.) allgemeine Aufweichung der sittlichen Zucht

2.) Gefahr, daß Männer, die sich an empfängnisverhütende Mittel gewöhnt haben, die Ehrfurcht vor der Frau verlieren und sie zum bloßen Werkzeug ihrer Triebbefriedigung erniedrigen

3.) Die Antikonzipienz stellt keine Prophylaxe für die Abtreibungen dar. Im Gegenteil, mittlerweile ist erwiesen, daß sie ein Ansteigen derselben bewirkt. (Befürworter der künstlichen Geburtenregelung behaupteten nämlich, dass durch die Einführung von Verhütungsmittel die Abtreibungszahlen sinken würden)

4.) Das sexuelle Zusammenleben mit Verhütungsmitteln führt häufig zu Neurosen der Partner. Das klinische Bild dieser Neurosen ist bei Mann und Frau verschieden. Bei Männern wachsen Reizbarkeit und Aggression, bei Frauen überwiegend depressive Syndrome

5.) Die antikonzeptionelle Einstellung vernichtet die Liebe, verursacht einen Zerfall der Ehe und begünstigt die Gefahr der Untreue in der Ehe.

6.) Jugendliche haben keine Vorbilder mehr

7.) Der Staat mischt sich in die persönliche und intime Aufgaben der Eheleute ein (s. China, Indien, Massensterilisationen und Abtreibungen)

Es ist klar, dass es die eigentliche Aufgabe des Arztes ist, das Leben des Kindes zu schützen, aber nicht zu verhindern oder zu vernichten.

Die Aufgabe der medizinischen Wissenschaft besteht nicht darin, immer wieder neue Empfängnisverhütungsmittel auszudenken, sondern die Grundlagen der Biologie und Physiologie der menschlichen Fruchtbarkeit zugänglich zu machen und immer einfachere diagnostische Ovulationstests zu finden.

Nur die Befolgung der Normen der Enzyklika „Humane vitae“, die zugleich die Normen der menschlichen Natur sind, führt zum Gelingen der ehelichen Verbindung und der Familiengestaltung.


Was lehrt die Kirche über die richtige Art der Fortpflanzung?
1.) Selbstbeherrschung
Sittlich geordnete Geburtenregelung verlangt von den Gatten eine ständige Bemühung um allseitige Beherrschung ihrer selbst und ihres Trieblebens. Ganz sicher ist diese geistige Herrschaft über den Naturtrieb ohne Askese nicht möglich. Das gilt besonders für jene Zeiten, in denen man Enthaltsamkeit üben muss.

Die Kirche befürwortet die NATÜRLICHE EMPFÄNGNISREGELUNG, die die fruchtbaren Tage im Zyklus der Frau von den unfruchtbaren Tagen unterscheidet. Sie verlangt eine periodische Enthaltsamkeit in der Zeit der Empfängnis.

Solche Selbstzucht schadet aber nicht der Gattenliebe, sie erfüllt sie vielmehr mit einem höheren Sinn für Menschlichkeit. Die  Selbstzucht verlangt zwar ein beständiges Sich-Mühen, ihre heilsame Kraft aber führt die Gatten zu einer volleren Entfaltung ihrer selbst und macht sie reich an geistlichen Gütern. Sie schenkt der Familie wahren Frieden, fördert die gegenseitige Achtung der Gatten, sie hilft den Eheleuten ungezügelte Selbstsucht zu überwinden, sie hebt bei ihnen das Verantwortungsbewußtsein für die Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Kinder und junge Menschen werden zu den wahren menschlichen Werten und zur rechten Einstellung erzogen und können die Kräfte ihres Geistes und ihrer Sinne in der rechten Weise entfalten.

2.) Schaffung einer für die Keuschheit gedeihlichen Atmosphäre
Es ist ein Klima zu vermeiden, das geschlechtlich unzuchtvolles Verhalten begünstigt. Dazu sind der Staat, die Erzieher und Lehrer und die Eltern verpflichtet.
Es ist zu verurteilen, was bei den modernen Massenmedien dazu beiträgt, die Sinne aufzupeitschen und Sittenverfall zu verbreiten, ebenso jede Form von Pornographie in Schrift, Wort und Darstellung.  

3.) An die christlichen Eheleute
Der Papst ermutigt die Eheleute, das Sakrament der Ehe in Anspruch zu nehmen. Ihre Berufung zur Ehe wird im Sakrament entfaltet und gefestigt. Dadurch werden sie gestärkt und gleichsam geweiht um ihre Aufgaben treu zu erfüllen, ihre Berufung zur Vollendung zu führen und vor der Welt das christliche Zeugnis geben zu können.
Ferner sollen die Eheleute in inständigem Gebet die Hilfe Gottes erflehen und vor allem aus der immer strömenden Quelle der Eucharistie Gnade und Liebe schöpfen. Sollten aber Sünden ihren Weg hemmen, dann sollen sie demütig und beharrlich vom Bußsakrament zur Barmherzigkeit Gottes Zuflucht nehmen.



Widerstand gegen die Enzyklika Humanae Vitae

Am 25. Juli 1968 wurde die Enzyklika Humanae vitae veröffentlicht. Sie schlug wie eine Bombe ein, erregte weltweiten Widerspruch und löste die schwerste innerkirchliche Krise seit langem aus.

Enzykliken sind amtliche Lehräusserungen der Kirche. Ihnen schulden wir religiösen Gehorsam. Dieser religiöse Gehorsam des Willens und Verstandes ist, wie das II. Vatikanische Konzil sagt, dem authentischen Lehramt des Bischofs von Rom zu leisten; nämlich so, dass sein oberstes Lehramt ehrfürchtig anerkannt und umgesetzt wird.

Besonders in Deutschland stößt bis heute die Anerkennung der Enzyklika „Humane vitae“ auf Widerstand. Der Widerspruch hat die deutschen Bischöfe veranlasst, in ihrem Wort zur seelsorglichen Lage nach Erscheinen der Enzyklika, eine nachgiebige und schwankende Haltung einzunehmen. Viele sind der Meinung, sie könnten die Aussage der Enzyklika über die Methoden der Geburtenregelung nicht annehmen, wobei sie sich darauf berufen, es handle sich nicht um eine unfehlbare Lehräusserung der Kirche. In dieser Entscheidung der Geburtenregelung durch die Enzyklika wurde der verlangte Gehorsam in Frage gestellt. Bei vielen Menschen hat dieses Zweifeln zu der Meinung verführt, man dürfe guten Gewissens die Verbindlichkeit der päpstlichen Lehren bestreiten.

Manche deutschen Bischöfe versuchten mit der sogen. Königsteiner Erklärung eine Formel aufzustellen, nach der man sich guten Gewissens der Anerkennung der Lehre hinsichtlich der Empfängnisverhütung (durch Ehemissbrauch) entziehen könnte.

Da sich auch Lehrer der Theologie und Bischöfe diese Ansicht zu eigen machten, war es notwendig, die Frage zu prüfen, ob die Abschwächung der Verbindlichkeit der Enzyklika mit der katholischen Lehre übereinstimmt.

Das Ergebnis ist, dass seit jeher in der Kirche gelehrt worden ist, Empfängnisverhinderung durch Verhütung sei sittlich schwer sündhaft und somit verwerflich. Wir stellen fest: Was Papst Paul VI. in „Humane vitae“ sagte, ist eine untrügliche Glaubenswahrheit in der Sittenlehre. Sie verpflichtet alle, auch die deutschen Bischöfe, sie anzuerkennen, sie zu lehren und sie umzusetzen. Angesichts dieser klaren kirchlichen Erklärung hilft keine Berufung auf das eigene Gewissen.
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