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Wenn die Mutter oder die Eltern das Kind ablehnen... und die zu erwartenden Folgen
Negative Erfahrungen im Mutterleib führen zu Verdrängungs- und
Spaltungserlebnissen auf verschiedenen Ebenen. Sie können zu Vorläufern von Neurosen, Psychosen, psychosomatischen und chronischen Erkrankungen führen. Das Kind nimmt alles so wahr wie die Mutter, ja als
wäre es selbst die Mutter. Wenn die Mutter das Kind nicht willkommen heißt, sogar ablehnt, nimmt das Kind diese Ablehnung im vollen Maße auf. Die Mutter ist als Person für das Kind nicht fassbar.
Untersuchungen haben ergeben, daß bei Müttern mit extrem unerwünschten Schwangerschaften und aggressiver Ablehnung des Kindes folgende körperliche Risiken erhöht sind: Missbildungen, Spontanaborte und intrauteriner
Tod des Kindes im ersten Drittel der Schwangerschaft. Gehäufte Geburtskomplikationen, Übertragungen und Fehlgeburten.
Eine unpersönliche und beziehungslose Einstellung zum Kind kann erhebliche und lebenslang
andauernde Folgen für das Kind haben. Wenn Mütter ihre Kinder ablehnen, oft durch den Vater verstärkt, kann das Kind seelisch nicht gedeihen. Ohne Liebe und Zuwendung verkümmert das Ungeborene. Durch die Anonymität
der Mutter kann keine Mutter-Kind- Bindung entstehen. Z.B. Findelkinder, die rundum versorgt wurden, aber keine Liebe und Zuwendung erfuhren, starben. Das Kind wird nicht als heranwachsender Mensch wahr- und
ernstgenommen. Oft werden in solchen Fällen Abtreibungen oder Abtreibungsversuche unternommen, die, wenn sie das Kind überlebt, es auf allen drei Seinsebenen schwerstens schädigen (psycho-physisch-mental). Die
spätere Geburt wird von diesen Kindern stets als vollendete Abtreibung mit all ihren Vernichtungsängsten und Panikgefühlen erlebt. Diese Ängste halten sich ein Leben lang.
Die Kinder leiden im Erwachsenenalter meist lebenslang an Resignation, fast immer liegt eine latente oder offene Psychose vor. Das heranwachsende Kind hat Kontaktschwierigkeiten, wird von Alpträumen und panischen Ängsten heimgesucht. Selbstzerstörerische Tendenzen zeigen sich schon sehr früh, vor allem in Schwellensituationen wie der Pubertät, bei ersten Partnerbeziehungen, in Prüfungssituationen...
Typische Symptome bei Kindern, die abgelehnt wurden oder bei denen ein Abtreibungsversuch misslungen ist: Bindungslosigkeit und gleichzeitig Verlassenheitsängste, Unfähigkeit irgend jemanden zu
vertrauen, Vernichtungsängste und Panikgefühle. Selbstzerstörerische Tendenzen zeigen sich oft schon recht früh, vor allem in Schwellensituationen wie der Pubertät, bei ersten Partnerbeziehungen, in
Prüfungssituationen. Die meisten haben lebenslang beträchtliche Schwierigkeiten, ein Gefühl für ihre Identität zu finden. Übermäßiges Anlehnungsbedürfnis. Massive Kontaktschwierigkeiten, das Gefühl “falsch” zu sein
und damit auch alles falsch zu machen kann ein lebenslanges Grundgefühl sein. Ständig müssen sie um ihre Existenzberechtigung kämpfen, auch später im Berufsleben. Isolationsgefühle, generelle Unsicherheit, schwere
Neurosen und Psychosen wie auch erhöhte Selbstmordgefährdung konnte man eindeutig bei solchen Jugendlichen und Erwachsenen feststellen, deren Mütter sie nicht austragen wollten. Auffällig war, daß solche Kinder fast
immer eine schwierige Geburt mit all ihren Folgen zu leiden hatten. Das Strafregister zeigt eine dreifache Straffälligkeit in schwerwiegenden Straftaten auf. Wesentlich mehr Drogen -, Alkohol- und Tablettenkonsum.
Man beobachtete auch, daß sich an den Körperstellen, die bei Abtreibungsversuchen verletzt wurden, sich manchesmal Krebs gebildet hat.
Es gibt Säuglinge, die sich permanent weigern, an der mütterlichen
Brust zu trinken. So z.B. bei der kleinen Sabine. Alles war eigentlich in Ordnung, eine normale Schwangerschaft, eine komplikationslose Geburt. Doch Sabine verweigerte die Brust. Als ihr eine Kinderschwester ein
Fläschchen gab, trank sie dies gierig aus. Nun fragte man eine andere stillende Mutter, ob sie Sabine anlegen würde. Sabine trank gierig die Muttermilch von der fremden Mutter. Nach längerem Nachfragen gestand
die junge Mutter von Sabine, daß sie das Kind eigentlich nicht wollte, es aber mit der Abtreibung nicht geklappt hat.
Zeugnis einer ca. 60 jhr. Frau: Ich bin jetzt 55 Jahre alt, bin verheiratet und habe
einen Sohn. Ich hätte gerne mehrere Kinder gehabt, habe mich aber aufgrund meiner Vergangenheit nicht dazu imstande gefühlt. Ich bin berufstätig und versuche immer noch zu arbeiten, obwohl es mir oft nicht gut geht
(keine Energie, fühle mich überängstlich usw.) Ich bin als unerwünschtes Zwillingskind geboren worden, als Zweitgeborenes. Mein Bruder kam zuerst auf die Welt und als ich noch nachkam - zu der damaligen Zeit
wurde noch kein Ultraschall gemacht - muss mein Vater furchtbar getobt haben. Vermutlich hatten meine Eltern damals schon geahnt, dass es zwei Kinder sein könnten, nachdem meine Mutter sehr dick war und wir bei der
Geburt 8 und 6 Pfund gewogen hatten. Vielleicht spürte ich schon im Mutterleib, dass ich nicht so willkommen sein würde, denn ich war schon blau angelaufen. Mit einem ½ Jahr bekam ich eine schwere
Lungenentzündung und es stand auf Leben und Tod und da musste mein Vater gesagt haben: „Lass sie doch verrecken“. Ich denke, dies hat mein Leben sehr geprägt. Ich wusste nur immer, dass mit mir etwas nicht
stimmt, schon als Kind. Ich war anders wie die anderen und viel ängstlicher. Ich fühlte mich da wo ich eigentlich hingehörte, nicht daheim, ich war sozusagen heimatlos. Wie ich dann in die Lehre ging, habe ich
jegliche Möglichkeit genutzt, zu anderen Menschen zu gehen und dort auch zu übernachten. Dort habe ich wohl die Heimat und Geborgenheit gesucht. Natürlich fühlte ich mich auch lange Zeit bei Gott nicht geborgen.
Vor ihm hatte ich genauso große Angst wie vor meinem Vater. Ihm und meiner Mutter konnte ich nie etwas recht machen, also fühlte ich mich und fühle mich heute noch oft ungenügend, also nicht richtig. Oft habe ich
das Gefühl: Ich gehöre weg (ich muß mich beseitigen). Und dass ich so, wie ich bin, nicht richtig und nicht erwünscht bin. Also überhaupt keine Existenzberechtigung habe. Ich habe mir diese Existenzberechtigung
immer hart erarbeitet, indem ich brav und tüchtig war zuhause und dann in der Schule und später im Beruf. Aber einen Eigenwert (Selbstwert) hatte ich nie und ich wusste auch nie - und das geht mir heutzutage immer
wieder so - wer ich bin. Ich habe keine Identität. Ich merke oft, da wo die anderen eine Identität haben, habe ich ein Loch. Heute bin ich die, und morgen fühle ich mich aber wieder ganz anders - es ist zum
Verrücktwerden. Ich habe kein Sein. Ich möchte einfach mal nur sein dürfen, ohne jeglichen Anspruch und Anforderung von außen (und dem verinnerlichten Anspruch). Bei Feiern z.B. tue ich mich immer sehr schwer
- da ist keine Arbeitsleistung gefragt - und da bin ich nichts, da weiß ich nicht, wer ich bin. Das ist ganz schrecklich für mich. Auch hatte ich als Kind schon Depressionen, in dem Alter um die 14 ganz schwere. Ich
hatte Angst, Frau zu werden und zugleich Angst, ein Kind zu bekommen und konnte mich an niemanden wenden. Vor 6 Jahren hatte ich nochmals eine ganz schwere Depression bekommen, nachdem mein Mann eine schwere
Krankheit bekam. Auch lange Zeit bis ins Erwachsenenalter habe ich mich wie ein Monster gefühlt. Aber wer kann schon ein Monster mögen? Ich habe heute noch sehr zu kämpfen mit meinen tiefsitzenden Ängsten und
dem Wertlosigkeitsgefühl. Das behindert mich in vielerlei Weise am Leben. Ich fühle mich wie eine Behinderte. Und mir ist auch oft so, als wenn ich ein Kind verloren hätte. Ich geh nun schon viele Jahre zur
Therapie und hatte mir als Jugendliche schon immer irgendwo außerhalb der Familie Hilfe gesucht, weil ich doch nicht ganz klar kam mit mir. Gott sei Dank bin ich dabei auch gläubigen Menschen begegnet und so
lernte ich langsam, dass Gottes Erbarmen auch für mich gilt. Ich hatte ja lange Zeit die Angst, dass Gott aus mir Kleinholz macht, wenn ich mich ihm übergebe. Ich bin froh, dass ich mich nun an Gott und Jesus
wenden kann, dass ich mich immer mehr IHM zuwenden getraue. Wenn ab und zu die Gefühle der totalen Wertlosigkeit und Weggehörens sowie Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle wieder hochkommen, ist es eine große
Hilfe für mich, mich im Gebet ganz an Gott wenden zu können und durch die Sakramente seine Nähe spüren zu dürfen. Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, hätte ich nicht zum Glauben gefunden. Im Nachhinein
kann ich erkennen, dass ich doch immer geführt wurde; so hatte ich auch eine gläubige Therapeutin und gute Ärzte und liebe Menschen, die mich begleitet haben.
Wenn ein Vater das Kind ablehnt...
Grundsätzlich ist es folgenschwerer, wenn die Mutter das Kind ablehnt, weil es diese sehr viel dringender zum Leben und Überleben braucht als den Vater. Wenn aber der Vater das Kind ablehnt, entstehen Spannungen
zwischen den Eltern. Dies verunsichert die Mutter und damit das Ungeborene.
Es fühlt sich bedroht und gefährdet, wenn von dem Vater eine drohende Haltung ausgeht. Es fühlt sich gedemütigt, wenn der Vater die Mutter wegen der Schwangerschaft mißachtet. Diese Kinder haben oft ein Leben
lang eine Verunsicherung und bleibende Minderwertigkeitsgefühle und Identitätsprobleme. Fatal sind auch die Auswirkungen auf das Ungeborene, wenn der Vater ihm gleichgültig gegenübersteht und die Mutter in der
Schwangerschaft nicht unterstützt. Es ist absolut wichtig für die psychische Entwicklung des Kindes, daß der Vater der Mutter Sicherheit gibt, sie unterstützt und sich mit ihr auf das Kind freut.
Zum größten
Teil wird das, was die Mutter über ihr Kind denkt und fühlt auch das sein, was das Kind selbst von sich hält. Die Mutter verursacht dies aber nicht alleine. Auch der Vater, die Umwelt und die Menschen die ihm
später im Leben begegnen, formen sein Selbstbild. Wenn erst einmal unsere grundsätzlichen emotionalen Fähigkeiten und Antriebe im Mutterleib geprägt sind, kann dies zu lebenslangen Belastungen führen. Diese
Verletzungen können aufgearbeitet werden, so daß den Personen innere Heilung und Stabilität zuteil wird. Wir alle kennen Menschen, die trotz schwerer Belastungen in der Embryonalzeit glückliche und erfolgreiche
Menschen geworden sind.
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