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Aufarbeitung und Heilung von psychischen Folgen einer Abtreibung
Abtreibung hinterlässt eine schwere Wunde. Zur Aufarbeitung und inneren Heilung bedarf es vieler seelsorgerlicher
Gespräche - doch das reicht nicht aus. Viele Menschen gehen jahrelang in psychotherapeutische Behandlung und finden dennoch keinen inneren Frieden. Das hat damit zu tun, dass bei einer Abtreibung ein Kind getötet
wird. Und das ist eine grosse Schuld. Schuld vor Gott, denn er hat dieses Kind erschaffen, Schuld gegenüber dem Kind, das seinem Leben und seiner Berufung beraubt wurde. Schuld gegenüber der Familie, den
Mitmenschen.Also müssen die Betroffenen (Mutter, Vater, Arzt, Umfeld) Gott und das Kind um Verzeihung bitten. Erst dann können sie die Vergebung Gottes erfahren. Denn es gibt kein Vergehen, das Gott nicht vergeben
und heilen kann.
I) Voraussetzungen für eine innere Heilung
- die Frau muß Einsicht über ihre Tat haben, ein schmerzliches Bewußtsein, daß sie ihr Kind getötet hat - sich selbst die Schuld zugestehen (nicht auf Arzt, drängendes Umfeld schieben) - tiefe Reue
II) Gespräche und Gebet
1) Das Erlebte erzählen lassen wie kam es zur Abtreibung, wurde sie gedrängt? Von wem? In welcher Situation war sie? Welche Folgen hat sie?
2) Familienanamnese Gibt es in der Familie schon Tendenzen zum Töten? Abtreibung? Selbstmord? Bei der Erforschung des Familienhintergrundes zeichnen wie einen möglichst vollständigen Familienstammbaum
auf. Dabei kann die Ursache der Störung entdeckt (z.B. Störung einer Geisteskrankheit auf Grund von Abtreibungen in der Familie) und die Identifikation der nicht Jesus Christus Übergebenen vorgenommen werden.
3) innerer Heilungsvorgang mit Gebet unterstützen und begleiten
4) Trauerprozess/ Trauerarbeit unterstützen z.B.. Abschied nehmen vom Kind
5) ihr die Liebe Gottes transparent machen.
Seine Barmherzigkeit, seine Vergebung, Dimension der Erlösung
6) Gott um Vergebung bitten bei Katholiken zur Beichte hinführen, bei Protestanten: Gebet um Vergebung
7) sich von Gott vergeben lassen - sich selbst vergeben
8) Mutter bittet das Kind um Vergebung, auch die Ursache aussprechen: Kind, es war damals der Druck..... Seinen Schutzengel um Verzeihung bitten
9) Frau soll jene Menschen um Verzeihung bitten, die sich auf das Kind gefreut haben. Dann im Gebet Gott um Verzeihung bitten
Jenen Menschen vergeben, die die Frau zur Abtreibung gedrängt haben (Arzt, Eltern, evtl. Vater...) Evangelium: Wenn wir den anderen nicht vergeben, wird Gott uns nicht vergeben. Gott bitten, daß das Herz vergeben
kann.
10) Kind einen Namen geben So wie wir unseren eigenen Kindern bei der Taufe in Liebe einen Namen geben, sollten wir auch einem „verlorenen“ Kind einen Namen geben um auszudrücken, wie es zu
uns gehört und geliebt wird. Dann dieses Kind bewußt in die Familie aufnehmen. Bei der Abtreibung sagt die Mutter zum Kind: Ich will dich nicht. Beziehung muß wiederhergestellt werden zum Kind.
11) Gott das Kind übergeben
12) Kind der Muttergottes anempfehlen.
13) Gedenkstätte für die ungeborenen Kinder wie jeder tote Mensch begraben wird und wir an seinem Grab trauern können, so hilft
es auch einer Mutter zur Verarbeitung des Todes ihres Kindes, wenn sie ein Grab oder ein Gedenkplatz einrichtet für ihr abgetriebenes Kind
14) evtl. Befreiungsgebet notwendig Bindungen an
totgeborene, abgetriebene Kinder und an Fehlgeburten können beachtliche Störungen hervorrufen.
15) für das Leben des Kindes danken, Mutterschaft bewußt annehmen „Heute nehme ich meine Mutterschaft
an. Für dieses Kind danken, sich zu ihm bekennen. Zum Kind sagen: ich danke Gott für dich. Damit stelle ich diese abgebrochene Beziehung wieder her.
16) Mutter segnet das Kind und bittet das Kind um den Segen für sich
17) Erneuerung des Eheversprechens daß sie die Kinder willkommen heißen, die Gott ihnen schenkt.
Wenn nicht verheiratet: warten bis zur Ehe.
18) wenn sie sich jetzt für das Leben einsetzen will ¸ Möglichkeiten der Mithilfe anbieten, vermitteln (z.B. Kinder unterstützen oder betreuen)
19) Eucharistiefeier das Kind bewußt in das Meßopfer hineinlegen
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