Haus Samaria

ein Haus für Mädchen und Frauen im Schwangerschaftskonflikt

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Wie erlebt das Kind seine Abtreibung?

Ein Kind spürt, wenn Gefahr droht, auch schon im embryonalen Entwicklungsstadium. Bei den Abtreibungsmethoden wird mit Ultraschall gearbeitet, um zum einen zu sehen, wo das Kind sich befindet, damit es “gezielt getötet werden kann”, zum anderen, um zu prüfen, ob das Kind vollständig entfernt wurde. Weitet nun der Arzt den Muttermund und setzt die Saugglocke an, so gerät das Kind in Panik. Es nimmt die Bedrohung wahr. Es strampelt ganz wild und aufgeregt,  macht verzweifelte Bewegungen und versteckt sich in den äußersten Winkel der Gebärmutter. Sein Herzschlag verdoppelt sich und es öffnet seinen Mund, als ob es schreien wollte.

Mit Angst und Panik reagiert das Kind bereits bei einer Amnionzyntese (man entnimmt mit einer feinen Nadel vaginal oder abdominal Fruchtwasser um vorgeburtliche Krankheiten zu erkennen. Dabei ist das Kind erst ein paar Wochen alt). Das alles kann man im Ultraschall sehen. Viele Frauen, die kurz vor ihrer Abtreibung ihr Kind noch auf dem Bildschirm gesehen haben, vergessen diese Bilder niemals und in Alpträumen tauchen sie wieder auf.

Wir wissen heute von einer intensiven Mutter-Kind-Einheit und Mutter-Kind-Kommunikation, die bereits schon in der Frühschwangerschaft besteht. Nicht nur biologisch wird dem Embryo alles von seiner Mutter zugeführt, sondern auch der gesamte Fühlhorizont der Mutter wird von dem Kinde wahrgenommen. Was die Mutter tut, fühlt, denkt und spricht nimmt das Ungeborene auf und verarbeitet es in seinem Wachsen und Gedeihen (körperlich und seelisch). Die Liebe und Zuneigung der Mutter, ihre Freude auf das Kind, aber auch ihre Ängste, Sorgen und ablehnenden Gefühle sind der Lebensraum des Kindes. Im Mutterleib wird die Einstellung des Kindes zur Welt bereits geprägt.

Sowohl der Vater, als auch die Gesamtfamilie und Gesellschaft sind durch die Mutter gegenwärtig. Der Vater existiert biologisch in jeder Köperzelle des Kindes - er ist aber ebenso im Fühlen und Denken der Mutter anwesend und somit für das heranwachsende Kind von prägender Bedeutung. Bereits Tage und Wochen nach der Befruchtung verfügt der Embryo über ein komplexes und intelligentes Wahrnehmungs- und Anpassungssystem. Mit der Zeugung wird die Seele eingepflanzt und die psychische Entwicklung beginnt. Der Mensch nimmt bereits von der Zeugung ab alles Erlebte auf, auch in welcher Qualität er bejaht wird. Nichts wird vergessen. Alle schmerzlichen Erfahrungen und Begebenheiten wie z.B. Missbrauch der Mutter und des Kindes in vorgeburtlicher oder nachgeburtlicher Zeit werden als Erfahrung gespeichert und wirken leidvoll aus dem Unterbewußtsein ins alltägliche Leben.

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