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Was geschieht mit den abgetriebenen Kindern?
(Literatur: “Rohstoff Mensch” von R Rösler, “Föten, der neue medizinische Rohstoff” von Ingrid Schneider, “Menschen nach Maß”
von Christa Wichter.
Der Gesetzgeber hat folgendes festgelegt:
a) Abgetriebene Kinder wie auch Kinder aus Fehlgeburten unter 500 Gramm Körpergewicht werden in die Pathologie gebracht, wo sie “untersucht” werden. (Was in Wahrheit dort geschieht, werde ich noch
berichten). Dies geschieht in der Regel ohne Wissen der Eltern, man braucht auch keine elterliche Genehmigung. Die meisten Eltern wissen nicht, was mit ihren Kindern geschieht. Pflicht ist, daß abgetriebene
Kinder noch 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden, so daß die Eltern es noch sehen können, bevor es dann in die Pathologie gebracht wird. b) Kinder mit einem Körpergewicht von über 500 Gramm werden auf
Wunsch der Eltern bestattet oder sie kommen in die Pathologie. Jetzt müssen die Eltern damit einverstanden sein, daß ihre Kinder zu Forschungszwecken benutzt werden. In der Praxis läuft dies aber oft ohne
Einverständnis, oder das Kind wiegt dann eben weniger als 500 Gramm! Häufig wird auch moralischen Druck auf die Frau ausgeübt. Eine Information oder ein Hinweis bzgl. Bestattung wird in den wenigsten Fällen
vorgenommen
Was geschieht mit den Kindern nach Abtreibungen und nach Fehlgeburten?
1) Oftmals werden sie einfach weggeworfen! Oder sie werden verbrannt und ihre Asche wird als “Sondermüll” entsorgt. Abgetriebene Föten werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften als
Sondermüll behandelt. Mit folgenden Zeilen sind schon Mütter vom Labor unterrichtet worden, die nach ihren Kindern fragten: “Das Produkt wurde hygienisch einwandfrei entsorgt!”
2) zur “Frischzellentherapie” verwendet
3) zur Herstellung von Kosmetikas verwertet
4) zur Herstellung von Medizin verarbeitet
5) zu “Forschungszwecken” benutzt am Mensch und am Tier
6) verkauft im In-und Ausland (sog. Embryonenhandel)
zu 2) sie werden zur “Frischzellentherapie” verwendet
“Leben und ewige Jugend durch fötale Keimzellen-Transplantation”. So wird geworben. Man spritzt Menschen fötales Gewebe in die Blutbahn oder unter die Haut um Alterungsprozesse zu bremsen. Die
Zelltherapie soll Falten beseitigen, vor Sonnenlicht schützen oder rasche Bräunigung erzielen, die Haut glätten, straffen, elastischer machen.
Zitat einer Werbung aus Rußland:”Es ist bekannt, daß junges Gewebe altes regenerieren kann. Es ist um so wirksamer, da es ausschließlich aus Föten gewonnen wird”.
Haupteinsatzgebiet der fötalen Zellpräparate sind offenbar bisher “Verjüngungskuren”, für alternde Reiche aus Rußland und dem Westen. Den Frauen preist man in einer russischen Zeitung die
Gewebeinjektion gar als Mittel gegen Wechseljahrs-beschwerden an. Einheimische Patienten (Rußland) sollen für 500 Dollar “therapiert” werden, ausländische Patientinnen müßten 5000 bis 8000 Dollar für eine
“Revitalisierungs”-Spritze zahlen. (1994)
Das maßgebliche “Know-how” für dieses “zelltherapeutische”Anwendungsverfahren hat der deutsche Kinderarzt aus Aschaffenburg, Franz Schmid, geliefert.
zu 3) sie werden zur Herstellung von Kosmetikas verwendet
Man “verarbeitet” abgetriebene Kinder zu Seifen und Cremes .Diese sollen besonders gut sein.
zu 4) sie werden zur Herstellung von Medizin verarbeitet
“ Föten - der neue medizinische Rohstoff” Die Entwicklung der Organtransplantation ist Voraussetzung und Grundlage der Fötalgewebe-Transplantation. Deshalb gehe ich erst auf die allgemeine
Organtransplantation ein: Die Transplantationsmedizin hat unser Verhältnis zum Tod, zu Gesundheit und Krankheit, die Beziehung des Menschen zu seinem eigenen Körper und dem seiner Mitmenschen tiefgreifend
verändert. Die Transplantationsmedizin ist, historisch betrachtet, jung. Vor 40 Jahren gelang es in den USA zum ersten Mal, ein inneres Organ eines Menschen zu transplantieren. Bis 1995 wurden weltweit etwa 300 000
Nieren, 25 000 Herzen, 5000 Bauchspeicheldrüsen und 25 000 Lebern verpflanzt.
Die Transplantationsmedizin klagt, das verfügbare Angebot an Organen halte mit dem wachsenden Bedarf nicht Schritt: Es herrsche ein eklatanter Mangel an Organen aller Art, die Nachfrage sei doppelt so
hoch wie das Angebot. Mißbrauch und Gewalt, Organhandel und Organraub werden damit immer größer. Menschen, die - in Computerdateien registriert - auf ein Organ warten, geraten daher in die Situation, den Tod
eines “passenden” anderen Menschen zu erwarten. Unablässig ist jedoch die Frage: “Wie tot ist ein Organspender eigentlich bzw. wann ist er tot?”
Wann ist der Mensch tot?
Bis 1968 galt ein Mensch weltweit und für jeden wahrnehmbar als tot, wenn sein Herz nicht mehr schlug, die Atmung zum Stillstand gekommen war, wenn er kalt und steif war. Leichenstarre und Totenflecken
galten als sichere Todeszeichen. Die Vorstellung, einen Menschen mit pochendem Herzen für tot zu erklären, ist eine historisch völlig neue Entwicklung. 1968 - nicht von ungefähr kurz nach der ersten
Herztransplantation - legte man bahnbrechend den Hirntod als Todeskriterium fest. Er wird definiert als “vollständiger und irreversibler Zusammenbruch der Gesamtfunktion des Gehirns bei noch aufrechterhaltener
Kreislauffunktion im übrigen Körper”. Der Hirntod wird mit technischen Hilfsmitteln gemessen: sind Koma, fehlende Spontanatmung und Ausfall der Hirnstamm-Reflexe und Hirnströme (Null-Linien-EEG) mehrmals
diagnostiziert, wird der Hirntod erklärt. Tod wurde also mit dem Ausfall der Hirnfunktionen, die für Bewußtsein und Denken verantwortlich sind, gleichgesetzt. “Der Hirntod ist der Tod des Menschen” wurde statuiert.
Hirntote sind Menschen, deren Herz noch schlägt. Äußerlich sind sie von anderen Schwerkranken auf der Intensivstation nicht zu unterscheiden. Sie haben einen warmen, rosig durchbluteten Körper, sie
fiebern und schwitzen. Sie atmen technisch unterstützt, bewegen Arme und Beine und können beispielsweise auch die Pfleger umklammern. Die Medizin sagt dazu, solche Bewegungen seien reine “spinale Reflexe”, vom
Rückenmark gesteuert. Eine hirntote Frau kann Fehlgeburten haben. Es wurden weltweit bereits mehrere hirntote Schwangere wochenlang am Sterben gehindert und dann von einem Kind entbunden. Hirntote werden für die
Organexplantation narkotisiert, da sie Schmerzen haben.
Das Erlöschen der Gehirnfunktionen also wurde zum zentralen Kriterium für den Tod - der lebende Körper zum “absterbenden”. In Medizinerkreisen werden Hirntote oft “In-vivo-Konserven” genannt, in
englischer Sprache “human vegetable” - “menschliches Gemüse” (!)
Der Sitz des Lebens und der Person wird - dem wissenschaftlichen Zeitgeist entsprechend - im Gehirn verankert. Diese neue Todesdefinition diente zwei unterschiedlichen Interessen: Menschen im
“irreversiblen Koma” sollten nicht länger künstlich am Leben erhalten werden, da sie nicht mehr zu retten waren. Mediziner sollten von der weiteren Behandlungspflicht entbunden werden, intensivmedizinische Kosten
gespart werden. Vor allem aber verfolgte die neue Vereinbarung den Zweck, Organe für die Transplantationsmedizin zu beschaffen: denn für das Verpflanzen sind “lebensfrische”, durchblutete Organe unerläßlich. Ohne
Herzschlag sterben Organe nach und nach ab und werden unbrauchbar. Damit diente die Hirntod-Definition nicht mehr dem Interesse des Patienten selbst, sondern den Interessen anderer. Die Geräte werden solange nicht
abgeschaltet, bis die Organentnahme beendet ist. Krankenschwestern pflegen einen hirntoten Patienten manchmal über Tage hinweg - nur, um seine Organe für den Empfänger verfügbar zu halten. Der Hirntote wird für die
Explantation mit Medikamenten “konditioniert”, um medizinisch nutzbar gemacht zu werden. Sein Leib wird zur Organbank. Rechtlich soll ein Hirntoter nicht mehr als Person gelten, sondern als Sache. Mit dieser
Definition sichert sich die Medizin gegen den möglichen Vorwurf der Körperverletzung, gar des Totschlags, ab.
Die Fötalgewebetransplantation
Die ”Vorteile” der fötalen Zellen und Organe für die Transplantation: Zellen und Organe von Embryonen und Föten gelten mittlerweile als “nahezu universelle Ersatzteile” für die Verpflanzung. Da
fötale Zellen noch undifferenziert sind und erst im Verlauf der Embryonalentwicklung ihre zukünftige Gestalt annehmen, werden ihnen - im Vergleich zu Gewebe von Erwachsenen - entscheidende Vorteile zugeschrieben:
Sie sollen leichter zu kultivieren sein, sich besser vermehren, ein größeres Wachstumspotential haben, größere Fähigkeiten besitzen, beschädigtes Gewebe zu ersetzen. Sie sollen besser biochemische
Funktionen übernehmen können und sich leichter an eine “neue Umgebung” anpassen: sie rufen keine oder nur geringe immunologische Reaktionen hervor (z.B. Abstoßung), sind widerstandsfähiger gegenüber
Sauerstoffmangel (dadurch sterben Organe und Zellen nach der Entnahme schneller ab), wodurch sie einfacher zu transplantieren sind (z.B. als Injektion bzw. Spritze!)
Fötales Gewebe ist “ in größerem Angebot” erhältlich. Fötale Zellen sollen Krankheiten therapieren helfen, die bisher als unheilbar galten - so die Verheißung der Mediziner. Im Gegensatz zur
Verpflanzung von Organen, die Kindern oder Erwachsenen entnommen werden, benutzt die Fötalgewebe-Transplantation keine ganzen Organe, wie etwa Niere oder Leber, sondern Zellen oder Gewebestückchen von embryonalen
oder fötalen Organen. Haupt - ”Quelle” für Verpflanzungen sind Embryonen bzw. Föten, die bei einer Abtreibung “übrig” bleiben. Der “Aufschwung” von Experimenten mit Abtreibungsgewebe steht daher auch im Zusammenhang
mit der Liberalisierung des Abtreibungsrechts in vielen westlichen Industrieländern seit Anfang der 70er Jahre.
Anenzephale Neugeborene als Organspender:
Anenzephale Säuglinge sind Kinder, die ohne Großhirn und Schädeldecke zur Welt kommen. Sie besitzen ein funktionsfähiges Stammhirn, sie atmen, ihr Herz schlägt. Doch sie sind nicht lebensfähig, sie
sterben oft schon während der Schwangerschaft, während der Geburt oder innerhalb von Stunden oder Tagen nach der Geburt. Bei anenzephalen Neugeborenen kann ein Schlaf- Wach-Rhythmus, oft sogar ein Mienenspiel
beobachtet werden. Sie öffnen manchmal die Augen, schreien, saugen und schlucken, empfinden Schmerzen. Nach der Hirntotdefinition ist das anenzephalide Kind nicht lebendig. “Der Anenzephale als gehirnabwesend ist
keine Person, die getötet werden könnte”. Im Laufe der Entwicklung der Transplantationsmedizin wurden auch Kinder und Säuglinge für transplantationsfähig erklärt. Für sie “passen” in der Regel die Organe von
Erwachsenen nicht, andererseits stehen aber kaum hirntote Kinder als Organspender zur Verfügung. Aufgrund des Mangels an kleinen Nieren, Herzen und Lebern für Kinder verfielen Transplantationsmediziner und
Gynäkologen auf die Idee, anenzephale Säuglinge systematisch als “Organressource” zu nutzen.
Fötales Hirngewebe - Verpflanzungen bei Parkinsonpatienten
Teile des Gehirns werden in absehbarer Zeit als reparierbar und als austauschbar gelten durch Transplantationen embryonaler Hirnzellen, denn: embryonale Zellen sollen in den Empfangsorganen ihre
Wachsumseigenschaften behalten und sich weiterentwickeln können.
Die meisten Versuche von Übertragungen fötalen Hirngewebes werden an Menschen vorgenommen, die an der Parkinson-Krankheit leiden. Dies ist eine neurologische Erkrankung und tritt vor allem bei älteren
Menschen auf. Charakteristische Symptome sind ein unwillkürliches Muskelzittern, Anspannung und Verkrampfen der Muskeln und eine Verlangsamung aller Bewegungen. Es ist eine Schädigung des Gehirns, Nervenzellen
im Mittelhirn sterben ab. Bis 1995 sind weltweit über 200 embryonale und fötale Hirngewebe-Transplantationen vorgenommen worden. Die meisten fanden auf Kuba, in China sowie in der ehemaligen Sowjetunion statt, aber
auch in Polen, der ehemaligen Tschechoslowakei, in Rußland, in der Ukraine, in Schweden, Frankreich, Spanien, in der Schweiz. In Deutschland haben bis 1995 keine Fötalgewebe-transplantationen bei
Parkinsonpatienten stattgefunden, doch mehrere Teams betreiben seit Jahren Studien mit Fötalgewebe an Ratten und Affen. Diese Arbeitsgruppe wird vom Bundesministerium für Forschung und Technologie gefördert. 1995
waren in München noch Transplantationen geplant, die von der Ethik-Kommission genehmigt wurden. Seit 1996 wird auch in Deutschland mit Fötalgewebe therapiert. 10 bis 20 Föten seien für eine “voll
effiziente Transplantation bei einem einzelnen Patienten nötig”, meinen die Wissenschaftler. Zudem muß davon ausgegangen werden, daß nicht jeder Embryo “verwendbar” ist ; also müssen einige “Reserve-Abbrüche” mit
eingeplant werden. Je nach Abtreibungstechnik kann nur bei einem Drittel oder der Hälfte der Embryonen das Hirngewebe herausseziert werden. Sowohl in Schweden als auch in den USA wurden deshalb die
Abtreibungstechniken geändert. Um das unter Mikroskop vorgenommene Sezieren und Herauspräparieren perfekt zu beherrschen, muß ein Forscher an Hunderten von Embryonen geübt haben!
Embryonale Hirngewebe-Verpflanzungen bei anderen Krankheiten
Fötale Hirngewebe-Verpflanzungen wurden bereits in verschiedenen Ländern versuchsweise an Menschen durchgeführt, die an Chorea Huntington leiden, dem sog. Veitstanz, ebenso bei Epileptiker-Patienten,
Multiple Sklerose, Schlaganfall, Querschnittslähmung, Blindheit durch Sehnerv-Schädigung, Hormonstörungen bis hin zu Gedächtnisstörungen. Abgesehen davon, daß all dies in keinster Weise ethisch vertretbar ist,
sind noch weitere Kritikpunkte an embryonalen Hirngewebe-Verpflanzungen zu betonen: Es ist z.T. schon bewiesen, daß es bei den Patienten, die ein Transplantat erhielten, zu massiven Persönlichkeitsveränderungen
kommt. Das Verpflanzen von fremdem Hirngewebe hat nicht nur pharmakologische Auswirkungen, sondern die Nervenzellen vernetzen sich mit dem Gehirn auf unbekannte Weise und rufen damit geistig- seelische Veränderungen
hervor. Auch die Biochemikerin Elisabeth Hildt mahnt an, daß gravierende Identifikationsprobleme die Folge sein können. Ebenso kritisiert sie, daß detaillierte Untersuchungen neuropsychologischer Aspekte bei den
transplantierten Patienten vernachlässigt werden. Es erhebt sich auch die grundsätzliche Frage, inwieweit in einem solchen Fall eine Person noch für ihr Handeln verantwortlich gemacht werden kann.
Dadurch, daß man bei Parkinson-Patienten 10 - 20 Embryos benötigt um eine Hirnverpflanzung zu machen, ist abzusehen, daß schon bald ein Bedarf an Embryonen entstehen könnte, der die Zahl der
regulär durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche übersteigt, denn jährlich erkranken z. Zt. 16.000 Menschen neu an der Parkinsonkrankheit. Welchen Parkinsonpatienten wollte man die “Chance” einer Transplantation
zusprechen?
Außerdem liegt auf der Hand, daß ungewollt schwangere Frauen zunehmend unter moralischen Druck geraten, bei einer Abtreibung ihren Embryo zur Transplantation “freizugeben”.
Fötalgewebeverpflanzung bei Diabetespatienten
Ein weiteres Gebiet der Fötalgewebe-Verpflanzung ist eine bestimmte Form der Zuckerkrankheit, der sog. juvenile (jugendliche) Diabetes. In Deutschland leiden etwa 320.000 Menschen an juvenilem Diabetes.
Sie müssen regelmäßig Insulin spritzen und eine Diät einhalten. Jetzt werden die zerstörten Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch fötale Bauchspeicheldrüsenzellen ersetzt. Diese Zellen sollen die Insulinproduktion
übernehmen.
Der erste Versuch mit menschlichem Fötalgewebe an Diabetikern fand 1928 in Italien statt. Viele Menschen fanden den Tod. 1985 wurde dann mit menschlichen Föten an Nacktmäusen experimentiert. Zwischen
1977 und 81 wurden weltweit 30 Transplantationen in sechs Zentren vorgenommen; nur zwei sollen positiv ausgefallen sein. Bis zum Jahr 1992 haben etwa 2000 Diabetes-Patienten fötale Inselzell-Transplantate der
Bauchspeicheldrüse erhalten.
Transplantationsgrundlage: Föten aus dem zweiten Schwangerschaftsdrittel
Als Vorteil fötaler Pankreas-Transplantate (Bauchspeicheldrüse) wird angeführt, daß die fötalen Inselzellen eine geringere Abwehrreaktion hervorrufen sollen und eine größere Wachstumsfähigkeit als die
Zellen Erwachsener haben. Forscher halten dabei das Gewebe von Föten ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel für Transplantationszwecke am geeignetesten, d.h., daß sie vor allem an Abtreibungsgewebe aus dem
2. Schwangerschaftsdrittel interessiert sind, also nach der 12. Schwangerschaftswoche. Dies birgt die Gefahr in sich, daß aus “wissenschaftlichen” Gründen die Abtreibung im fortgeschrittenen Stadium
erlaubt wird, wie es ja in vielen Ländern bereits der Fall ist.
Die Abtreibungsmethode wird hinsichtlich der “optimalen Verwertbarkeit “ des Föten geändert - man braucht möglichst unverletztes Gewebe, d.h., daß Abtreibungen sehr häufig aus diesem Zweck mittels
Kaiserschnitt gemacht werden. Die fötale Bauchspeicheldrüse soll so früh wie möglich nach dem Abbruch, spätestens vier Stunden nach dem Ableben des Föten herausseziert und umgehend in kleine Gewebestückchen
zerschnitten werden.
In der Praxis geht das dann so vor sich: Ein ganzes Team steht bereit. Da man für einen zuckerkranken Patienten mehrere fötale Bauchspeicheldrüsen braucht, werden parallel mehrere Abtreibungen,
möglichst per Kaiserschnitt, vorgenommen. (Manche Teams verpflanzen bis zu 23 fötale Bauchspreicheldrüsen je Diabetes-Patient!) Die Forscher stehen bereit und sezieren das Gewebe aus den Föten. Der kranke Diabetiker
ist bereits in “Wartestellung”, denn die Transplantation sollte möglichst mit frischen fötalen Zellen gemacht werden.
Da parallel mehrere Abtreibungen oft nicht möglich sind aber mehrere Föten benötigt werden, sind bestimmte “Lagerungsverfahren” erfunden worden; sei es, daß die Embryonen als Kultur in einer Nährlösung
aufbewahrt werden, sei es, daß sie bis zum “Gebrauch” tiefgefroren werden. An dem Gewebe werden dann “ausführliche Vitalitätstests” unternommen und auch immer wieder eine Probe der tiefgekühlten Zellen
aufgetaut, um sie auf Verunreinigungen und auf ihre Wachstumsfähigkeit hin zu prüfen. Das embryonale Gewebe wird häufig in die Pfortader oder unter die Bauchdecke “gespritzt” oder sie werden unter die
Nierenkapsel oder in die Milz transplantiert.
In Deutschland werden solcher Art von Transplantationen bei Diabetespatienten seit 1978 vorgenommen, unterstützt von der Pharmafirma Hoechst. In Schweden und Australien werden seit Anfang der 80-er
Jahre Diabetes-Patienten humanes Fötalgewebe transplantiert. CHINA: Über den Mangel an “verfügbaren Föten” gibt es aus China keine Klagen - “dank” der rigiden Ein-Kind-Politik der Regierung und der Praxis von
Zwangs-Abtreibungen nach “ungeplanten” Schwangerschaften selbst im letzten Schwangerschaftsdrittel. In China wird wohl am meisten mit fötalem Gewebe transplantiert. Die Kliniker betrachten ihre Verpflanzungen als
“weltweit größte Serie mit guten Resultaten” und bezeichnen menschliche fötale Bauchspeicheldrüsen als “das ideale Spendergewebe”. USA: Transplantationen bei Diabetiker seit den 80er Jahren, Es gab schon damals
Firmen, die massenhaft Bauchspeicheldrüsenzellen von Föten aus Abtreibungskliniken aufkaufte. 1980 wurde das Marktpotential diesbezüglich auf 3 Milliarden geschätzt. Ein US-Forschungsteam “importiert” mittlerweile
fötale Bauchspeicheldrüsen aus Rußland. Es handelt sich dabei um eine Gewebebank, die zu kommerziellen Zwecken gegründet wurde. Auch in Ungarn und Ex-Jugoslawien wird auf dem Gebiet der
Bauchspeicheldrüsengewebe-Transplantation aktiv geforscht, seit 1986 an Menschen.
Die medizinischen Verbesserungen durch die fötale Transplantationen an Diabetikern wie auch an Parkinsonpatienten sind sehr spärlich, ja geradezu fragwürdig.
Verpflanzungen fötaler Leberzellen und fötaler Thymuszellen
Ein weiteres Erprobungsfeld für Fötaltransplanteure sind die Leber und die Wachstumsdrüse (Thymus) des Kindes im Mutterleib. Seit 1976 finden dazu Versuche vor allem an Kindern statt, die an
Blutbildungs-, Immun- und Stoffwechselstörungen und Strahlenschäden leiden. Im Gegensatz zu Parkinson oder Diabetes sind diese Krankheiten kaum verbreitet.
Verpflanzung fötalen Gewebes aus einer Abtreibung in die Nabelschur eines kranken Kindes im Mutterleib
Die Verpflanzung wird an schwangeren Frauen vorgenommen. Man “gewinnt” fötale Zellen aus Abtreibungen und spritzt sie in die Nabelschnur des Kindes einer schwangeren Frau. In der Medizinwelt wird
moralischen Druck ausgeübt, damit Frauen ihre abgetriebenen Kinder als “Spender” für kranke Föten hergeben. Britische Fötaltherapeuten kombinieren nun chirurgische Eingriffe an den Kindern im Mutterleib mit
Fötaltransplantationen. Organ- und Gliedmaßenbanken von abgetriebenen Föten werden aufgebaut. Die Chirurgen wollen an dem Kind im Mutterleib Operationen durchführen, um ihm Gliedmaße und Organe eines
abgetriebenen Föten zu implantieren. Als Forschungsobjekte waren bis jetzt Föten mit fehlenden oder fehlgebildeten Gliedmaßen und mit Gaumenspalten, der sog. Hasenscharte vorgesehen. Viele solcher Fehlbildungen an
Armen und Beinen seien vorgeburtlich durch Ultraschall diagnostizierbar.
zu 5) sie werden zu Forschungszwecken benutzt am Mensch und am Tier
-Gewinnung von Eierstöcken und unreifen Eizellen von Föten zur Forschung von Fortpflanzung und Befruchtungstechniken sowie für Erzeugung von Retortenbabies. Dies ist der Versuch, die Eireifung aus dem
Körper von Frauen herauszuverlagern und im Labor stattfinden zu lassen. -Übertragung fötaler Eizellen aus einer Abtreibung in eine nicht fruchtbare Frau -Transplantation fötaler Zellen in Tiere.
Experimente zur Erforschung verschiedener Medizin. -Transplantation fötaler Eizellen in Tiere. -fötales Gewebe als Heilmittel gegen sämtliche Erkrankungen: Neben den Experimenten mit fötalem Hirngewebe,
Bauchspeicheldrüsen, Leberzellen und Keimdrüsen wird die “Erschließung” weiterer fötaler Organe und Körperteile ins Visier genommen. So denkt man etwa über die
Nutzungsmöglichkeiten von Haut und Knochen der Föten für die “kosmetische und rekonstruktive Chirurgie” nach. Fötale Herzmuskelzellen könnten an Menschen verpflanzt werden, die einen Infarkt erlitten haben -
entsprechende Experimente an Mäusen sind bereits im Gange. Auch für bestimmte Augen- und Muskelerkrankungen finden bereits Laborversuche statt. Neuroforscher stellen in Aussicht, dank fötaler Zellen könnten
zukünftig Blinde sehen und Lahme wieder gehen, Depressive könnten geheilt werden. Fötalgewebe soll möglicherweise auch bei Aidskranken eingesetzt werden oder eine aggressive Krebstherapie begleiten.
- Fötus als Rohstoff für die Pharmaindustrie und die biomedizinische Forschung: Hier verwendet man Zellen von Embryonen bzw. Föten, die dann im Labor kultiviert und im Reagenzglas gezüchtet
werden. Diese werden dann z.B. in der Krebsforschung eingesetzt oder für Forschung an biologischen Waffen (US-Militärlabors). Außerdem werden an embryonalen Zellen Medikamente getestet und die Umweltverträglichkeit
von Stoffen und ihre Giftigkeit für Menschen mit sogenannten Toxizitätstest erprobt. Falls die gezüchteten Zellen nach der Zugabe bestimmter Gifte absterben oder sich biochemisch verändern, läßt sich daraus
ableiten, daß sie vielleicht auch Menschen schaden könnten.
Zellkulturen embryonalen Ursprungs setzt man auch für die Herstellung von Antikörpern und Hormonen ein wie auch für die Produktion von Diagnostika, auch von Diagnostika im Rahmen pränataler
Untersuchungen., d.h. also, daß man ungeborene Kinder zu Hilfsmitteln für die Erkennung von Krankheiten oder Behinderungen anderer Ungeborener benutzt.
Klonen von Embryonen Beim Klonen möchte man “identische” Menschen herstellen, die “auswechselbar” sind. Schon 1982 schlug der Engländer Robert Edwards vor, Embryonen zu splitten, die eine
Hälfe einzufrieren und diese bei Bedarf für die “ausgetragene Hälfte” als Organ- und Zellreservoir auszuschlachten. 1992 hat zum ersten mal ein Amerikaner Embryonen gesplittet. Auch deutsche Fortpflanzungsmediziner
haben für die Verwendung tiefgefrorener Embryonen als Ersatzteilreservoir bereits geworben: Embryonen werden zum Ersatzteillager für differenziertes menschliches Gewebe. Wo Knochenmark, Hirn- oder Leberzellen vom
Untergang durch Erkrankung bedroht sind, könnte man auf sichere Reserven zurückgreifen.
Ist doch das Teilen von Embryonen in der Tierzucht längst etabliert, und seit Jahren ist bekannt, daß dies prinzipiell auch beim Menschen möglich ist: Denn in den ersten Teilungsstadien eines Embryos
sind alle seine Zellen noch totipotent, das heißt, sie können sich zu Zwillingen bzw. Mehrlingen entwickeln, wenn man sie trennt.
Kurz gesagt verfolgt man beim Klonen diese Ziele: - durch Vervielfältigung mehr Embryonen bei der Retortenbefruchtung einzusetzen, um damit die Chance einer Schwangerschaft zu erhöhen. - eine
Embryo-Kopie für genetische Checks zu verbrauchen, um die gesundheitliche Qualität des “Originals” zu garantieren. - eineiige Zwillinge zeitversetzt zur Welt zu bringen, falls die Eltern am ersten Kind
Gefallen gefunden haben. - durch eine “Sicherheitskopie” bei der IVF (künstliche Befruchtung) ein Kind “nachzuzeugen”, sollte das erste sterben. - einem Erwachsenen die Möglichkeit zu
geben, “sich selbst” als identischen Zwilling Jahre später auszutragen. - eine Embryo- Kopie tiefgekühlt als Organ-, Gewebe- und Eierstockersatz zu lagern, als identisches, immunologisch passendes
“Reservoir” für Transplantationszwecke. - einen Klon anderen zu schenken oder zu verkaufen. Beispielsweise könnten Tiefkühl-Klone durch eine kommerzielle Agentur “vermarktet” werden, wo das Kind als
“Prototyp” per Katalog oder Video vorgeführt würde und bestellt werden könnte.
Die Empfehlungen der ethischen Kommission in Amerika dazu: Alle Mitglieder hielten das Embryo-Splitting für “an sich ethisch zulässig, wenn die resultierenden Embryonen nicht beschädigt oder zerstört
werden”. Man kam einstimmig überein, das Klonen sei für die Zwecke der IVF-Befruchtung zuzulassen; aus einem Embryo dürften allerdings nur “maximal vier” geschaffen werden. Auch das Tiefgefrieren der Klone solle
erlaubt sein. Uneins war man sich allerdings, ob man evtl. “übrigbleibende “Klone, die von den Eltern nicht mehr “angefordert” werden, zerstören dürfte. Man kam überein, daß sie nicht zum Verkauf angeboten werden
sollten. Auch sei die Dauer des Einfrierens “auf 18 Jahre zu beschränken”.
Für Forschungszwecke darf das Klonen in den USA also praktiziert werden, ohne daß Wissenschaftler Sanktionen zu befürchten haben - sie können sogar mit staatlichen Geldern für solche Projekte rechnen.
Schließlich seien diese Projekte “von unschätzbarem Wert” für das Studium der frühen Embryonenentwicklung.
Bereits heute befürworten maßgebliche Stellen im Ausland zumindest das experimentelle Klonen menschlicher Embryonen. Auch der deutsche Fortpflanzungsmediziner Gehring aus Bad Münder prophezeit
öffentlich geklonte Kinder als lebende Ersatzteillager. Die Initiativgruppe “Schutz des menschlichen Lebens” will verhindern, daß Deutsche sich im Ausland klonen lassen.
Der subtile Druck der Spende: Nach verschiedenen Studien sind die meisten der befragten Frauen bereit, ihren Fötus zu “spenden”. Der gesellschaftliche Kontext der Abtreibungsdebatte macht es den
Frauen schwer, diese “Spende” zu verweigern. Oft wird die “Spende” des Embryos als eine Möglichkeit offeriert, die Abtreibung “wenigstens noch einem guten Zweck zuzuführen.” Sie kann auch als “Trost”,
“Entschädigung” oder als eine Art Wiedergutmachung präsentiert werden. Frauen könnten sich aber auch durch das Verfahren selbst verpflichtet fühlen: Sie könnten Angst haben, schlechter behandelt zu werden, wenn
sie die “Spende” verweigern. Auch die Charakterisierung der “Spende” als gute Tat erzeugt unterschwelligen moralischen Druck.
Schon jetzt ist absehbar, daß der von der Medizin erzeugte “Bedarf” durch gängige Abtreibungspraxis nicht gedeckt werden kann. Bereits jetzt argumentieren Ärzte, es sei “unethisch”, Patienten die
Therapiemöglichkeit mit fötalem Gewebe vorzuenthalten. Damit wird kranken Menschen ein Recht auf die Übertragung fötaler Zellen zugesprochen. Aus dem Forscherdrang wird so ein “objektiver Bedarf”, der zu der
Behauptung führt, daß Menschen mit bestimmten Krankheiten Fötalgewebe “brauchen”. Wo jedoch ein Wunsch zum Recht wird, geraten Frauen in die Pflicht, das entsprechende “Material” zu liefern.
Frauen könnten unter Druck geraten, schwanger zu werden um Familienangehörige, die an einer schweren Krankheit leiden, fötales Gewebe “bereitzustellen”. In Ungarn ist bereits einer Frau Lebenzellen
ihres eigenen Fötus injiziert worden. Diese Entwicklung kennen wir bereits bei der Organspende.
zu 6) sie werden verkauft im In- und Ausland (sogenannter Embryonenhandel)
Der Schritt von der gezielten Ersatzteil-Schwangerschaft für Verwandte oder Freunde zur entlohnten Auftragsproduktion ist klein. Aus der Freiheit, über sich selbst verfügen zu können, sind manche der
Meinung: Warum sollte eine Frau nicht statt ihrer Arbeitskraft ihre Gebärmutter dienstleistungshalber vermieten? Leihmutterschaften haben sich in einer Reihe von Ländern, z.B. USA, Holland, Kanada schließlich
bereits etabliert. Natürlich sind es meist arme Frauen, die zu “Auftragsproduzentinnen” von Fötalgewebe werden.
Deutschland: Es gibt einen “wilden” Privathandel mit fötalen Organen und Zellen. Es bestehen sogar “Kataloge”, in denen fötale Zellen zur Bestellung aufgeführt werden: embryonale Haut und Muskeln,
embryonale Lungen, Nieren etc. Unter den Medizinern, Forschern und Pharmaindustrien wird das geheim gehalten. Man bekommt kaum genaue Auskunft. Ähnlich wie bei der Vermittlung von Organen hat sich in einigen Ländern
bereits eine entsprechende institutionelle Struktur herausgebildet, in der das Verteilen des fötalen Gewebes organisiert und gemanaget wird. Die Bundesärztekammer hat Ende 1991 empfohlen, zu diesem Zweck in der
Bundesrepublik regionale Gewebebanken an Großkliniken aufzubauen.
In einigen Ländern ist die routinemäßige Verwertung von Abtreibungsgewebe längst institutionalisiert. In Großbritannien besteht bereits seit 1957 eine Fötalgewebebank, die von der Regierung
finanziert wird. Sie soll als Vermittlungsagentur die “Anonymität von Spender und Empfänger” und die geregelte Abgabe an Forscher und Ärzte sichern. Heute sammelt und vertreibt die Gewebebank eine Fülle fötaler
Gewebe: Die Liste umfaßt Hirnzellen, Augen, Nerven, Muskeln, Knochen, Knochenmark, Herz, Lunge, Leber, Speiseröhren, Speicheldrüsen, Nieren, Bauchspeicheldrüsen, Thymus, Nebennieren, Milz, Magen, ganze Gliedmaßen,
Hoden und Eierstöcke. Die Bank sammelt etwa 50 Föten pro Woche ein und vertreibt 4000 bis 5000 Gewebeproben jährlich nur in GB. Forscher werden beliefert, die ihre Projekte von lokalen Ethik-Kommissionen begutachten
ließen und dann das Gewebe entweder kostenlos oder gegen Erstattung der Transportkosten erhielten. Die Bank arbeitet zum Zweck der “Materialgewinnung” mit Frauenärzten im Londoner Umkreis zusammen. Frauen
unterschreiben vor der Abtreibung eine Art Blankoerklärung, daß sie “keine speziellen Wünsche haben”, was die “Entsorgung ihres Gewebes“ betrifft.
USA: Hier gibt es eine Reihe von Instituten, die Fötalgewebe beschaffen, lagern und verteilen. Das größte Institut ist das 1986 gegründete International Institute for the Advancement of Medicine (
IIAM) in Pennsylvania. Es hat sich ganz auf die Beschaffung von Fötalgewebe spezialisiert. Zwölf Mitarbeiter grasen täglich Abtreibungskliniken ab, um verwertbares “Material” einzusammeln. Das IIAM beliefert
insgesamt 67 Forschergruppen, davon knapp ein Drittel aus kommerziellen Firmen, in- und ausländische Forschungsprojekte. Den 18 Abtreibungskliniken, mit denen das IIAM Verträge abgeschlossen hat, wird eine
“Aufwandsentschädigung” gezahlt. Laut einem Bericht der New York Times ermuntert das IIAM die Ärzte, “spezielle Absaugtechniken zu entwickeln, um “verwertbares Gewebe zu erlangen.”
Die IIAM macht mit diesem Geschäft jährlich eine Million Dollar Gewinn. 65 Dollar berechnet das Institut 1994 den Forschern pro Foet; für sterile Fötalgewebe beträgt der Preis 165 Dollar. Die kalifornische
“Advanced Bioscience Resources Inc.” hingegen hat eine andere Rechtsform. Sie ist ganz offiziell eine kommerzielle Beschaffungsagentur. Sie sammelt Föten aus Abtreibungskliniken ein und versorgt neben
Wissenschaftlern vor allem Firmenlabors. Bereits 1961 wurde das Central Laboratory for Human Embryology in der Abteilung für Kinderheilkunde der University of Washington in Seattle eingerichtet. Die
Betriebskosten von über 100 000 Dollar im Jahr werden von der Gesundheitsbehörde getragen. Zweck des Labors ist die “Verteilung frischen menschlichen Fötalgewebes” an die Forscher und Privatlabors. Es gibt noch
weitere staatlich unterstützte Agenturen in der USA. Dann gibt es natürlich viele private kommerzielle Agenturen, die mit Fötalgewebe handeln. Einer staatlichen Aufsicht unterliegen sie nicht.
Fötale Frachten aus Südkorea: Der internationale Handel mit Föten hat längst begonnen. Das Militär scheint eine Vorreiterrolle beim Fötenhandel gespielt zu haben. Laut Aussagen der größten
japanischen Tageszeitung aus dem Jahr 1976 hat das US-Militär in den 70er Jahren 12.000 Nierenpaare von Föten aus dem dritten bis achten Schwangerschaftsmonat an das US-Verteidigungsministerium geliefert zum
Stückpreis von 25 Dollar. In den dortigen Medizinlabors wurden an den Geweben neue bakteriologische Waffen getestet. Südkorea bot sich als Hauptlieferant offenbar an, da dort 1970 genausoviele Abtreibungen wie
Geburten stattfanden, 1978 kamen sogar drei Abbrüche auf eine Geburt. Japanischen Presseberichten zufolge wurden in den 70er Jahren jährlich über 4000 Föten an Laboratorien in Mailand verschickt. Nachdem die
Fötenexporte international publik wurden, hat Südkorea 1977 seine Lieferungen eingestellt.
Moskau: 1992: Gründung des Internationalen Instituts für Biologische Medizin (IIBM) zur Fötalgewebe-Transplantation. Rußland zählt zu den Ländern mit der höchsten Abtreibungsrate der Welt und hat liberale
Abtreibungsgesetze. Der Schwangerschaftsabbruch war in der Zeit des Kommunismus die häufigste Form der Geburtenregelung für die Frauen. Acht bis zehn Abtreibungen bringt eine russische Frau im Schnitt hinter sich,
bis sie die Wechseljahre erreicht. 3,5 Millionen Abbrüche gab es 1992 in Rußland - zweieinhalb mal so viele, wie Kinder geboren wurden. Über 350 000 Abtreibungen fanden 1991 im zweiten Schwangerschaftsdrittel statt.
Das IIBM hat Ende 1992 seine Arbeit aufgenommen. Es untersteht dem Gesundheitsministerium. Über 1200 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, darunter knapp 250 Wissenschaftler und Ärzte. Die IIBM ist in der
Nachbarschaft einer großen Abtreibungsklinik. Diese spezialisiert sich auf Abbrüche im zweiten Schwangerschaftsdrittel, die von einer klinikeigenen Kommission nach sozialer und medizinischer Indikation bis zum 7.
Monat genehmigt werden. Vom Westen importierte Medikamente dienen zur Abtreibung, gegen teure Devisen. Neben einer niederländischen und US-Firma hat die deutsche Schering AG das Zentrum mit dem Abtreibungsmittel
Nalador versorgt. Daß die West-Präparate an Russinnen getestet und verschiedene Verabreichungsformen und Dosierungen ausprobiert wurden, haben die betroffenen Frauen wahrscheinlich nie erfahren.
1994 wurde das Zentrum erweitert und mit Gerätschaften aus dem Westen ausgestattet! Und im Gegensatz zu anderen Kliniken und privaten Zentren wird der Eingriff kostenlos durchgeführt, dafür müssen die
Frauen einwilligen, ihren Fötus für “wissenschaftliche Forschungen und therapeutische Anwendungen” zur Verfügung zu stellen. Die Frauen werden auf Infektionen und Aids untersucht. Schmerzmittel beim Abbruch, wie im
Westen üblich, erhalten die Frauen nicht, könnten diese doch möglicherweise auf den Fötus übergehen und somit die “Qualität” schädigen. Nach mehr als zwölf Stunden mit schmerzhaften Krämpfen stoßen die Frauen das
Kind aus. Sofort kommt das Kind in das Labor des IIBM und wird fachgerecht zerlegt. Einer der Abnehmer der russischen Fötalpräparate ist Kalifornien. Diese wollen damit Transplantationen an Diabetikern
durchführen. Darauf sind sie spezialisiert. Ein weiterer Abnehmer fötaler Zellen vom IIBM ist das Nationale Russische Zentrum für menschliche Reproduktion, die sich besonders auf die “Behandlung” von männlicher
Unfruchtbarkeit und “hormonell bedingter Impotenz” spezialisiert hat. Menschliche Fötalzellen werden eingesetzt, um die Manneskraft wiederherzustellen und zu erhöhen.
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