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Der deutschisraelische Gräuel oder: der Griff nach dem Menschen
von Bruder Elija Februar 2003 Es war ein "Weihnachtsgeschenk" besonderer
Art, welches Prof. Brüstle vom RobertKochInstitut in Berlin erhielt. Für sein Vorhaben experimentelle Forschung an embryonalen Stammzellen durchzuführen, bekam er noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest 2002 die
vorgesehene gesetzliche Ausnahmeregelung. Für Prof. Brüstle und seine Mitarbeiter ist der Weg nun frei. Das Ziel: heute noch unheilbaren kranken Menschen durch gezielte Forschung an den Stammzellen in Zukunft
Heilung zu schenken.
Wer wünschte sich das nicht?
Doch jene, die, wie Prof. Brüstle, sich einer solchen Methode bedienen wollen, unterliegen
Gott sei es geklagt einer verhängnisvollen Verblendung. Statt die Menschheit zu beschenken, richten sie ein dreifaches Gräuel auf.
1.) Man muß klar erkennen, daß es sich bei embryonalen Stammzellen um jene
Urzellen des Embryos handelt, in welche die Anlage seiner ganzen körperlichen Entwicklung hineingegeben ist. Ein Embryo ist kein neutrales Gebilde, sondern es handelt sich um einen Menschen in einem embryonalen
Zustand. Die Stammzellen, die nun zur Forschung verwendet werden, sind jenen Embryos entnommen, die bei dem Vorgang der künstlichen Befruchtung “überzählig” sind und seitens der Eltern keine zukünftige
"Verwendung" mehr finden. Ihr Schicksal ist es tiefgefroren in einem Labor zu lagern, um dann entweder irgendwann "entsorgt" zu werden, oder ihre Eltern geben sie für andere Eltern oder zu
Forschungszwecken frei. Mit der Entnahme der Stammzellen stirbt der Embryo.
Alle diejenigen, die versuchen dem Menschen in einem frühen Stadium seiner Existenz das "Menschsein" abzusprechen, um so
seine vorgeburtliche Tötung und experimentelle Forschung an
seinen Stammzellen zu rechtfertigen, haben die Beweislast auf ihrer Seite. Das gilt auch für religiöse Vorstellungen, welche die Einwohnung der Seele auf einen späteren Zeitpunkt nach der Zeugung verlegen und so bedauerlicherweise indirekt helfen, die moralische Hemmschwelle zur Tötung eines Menschen zu senken. Jeder Zugriff auf einen Menschen und sein frei verschuldeter Tod ist jedoch ein bitterer Angriff auf sein Lebensrecht und seine erzwungene Verfügbarkeit und Istrumentalisierung ein widerwärtiges Gräuel.
Nicht unerwähnt soll bleiben, daß sich hier für die Zukunft ein lukrativer Markt auftut. Was kostet ein Mensch im embryonalen Zustand, bzw. seine Stammzellen? Dreissig Silberlinge?
2.) Es hiesse
die Augen zu verschliessen, wenn wir nicht die Konsequenz jener Handlungen bedenken. Da, wo eine Türe aufgemacht wird, gehen die Menschen hindurch. Auch strenge Ausnahmeregelungen, wie sie derzeit noch in
Deutschland gelten, täuschen nicht darüber hinweg, daß nun prinzipiell das Tor zu solchen Versuchen geöffnet wurde. Die Absurdität einer solchen gesetzlichen Regelung ist sehr leicht an der Abtreibungsgesetzgebung
in Deutschland zu erkennen. Gesetzlich ist die Abtreibung nicht erlaubt. Die Tötung eines ungeborenen Kindes wird aber, wenn sie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben erfolgt, strafrechtlich nicht verfolgt. Die Folge:
faktisch existiert der Schutz für ungeborene Kinder nicht mehr. Wir erleben im Laufe der Jahre eine millionenfache Tötung unschuldiger Menschen.
Mit der Genehmigung für Prof.Brüstle und inzwischen für einen
zweiten Wissenschaftler werden weitere Entwicklungen folgen! Eine grauenhafte Vision beginnt sich zu realisieren.
3.) Wenn all dies schon Grund genug ist, uns Menschen aufzuwecken und die Würde des
Einzelwesens zu verteidigen, bekommt der deutschisraelische Stammzellendeal noch einmal eine besonders makabre Note. Da es sich bei Embryonen um Menschen handelt, muß man davon ausgehen, daß in Haifa (Israel),
mit der Entnahme der Stammzellen, jüdische Menschen getötet wurden. Die Stammzellen dieser Menschen dienen jetzt deutschen Wissenschaftlern zur Forschung! Das ist die unverschleierte Wahrheit.
Für einen gläubigen Menschen geht es bei diesen Vorgängen noch um eine andere Dimension. Der Mensch verdankt sein Leben nicht sich selbst, sondern seinem gütigen Schöpfer. Der Angriff auf das Leben eines
Menschen stellt somit auch einen Angriff auf Gott bzw. seine Schöpfungsabsicht dar. Mit der Forschung an embryonalen Stammzellen, die ihrem gottgegebenen Sinn entzogen und nach den Plänen von Wissenschaftlern
manipuliert werden, versucht man eigenmächtig nach dem Geheimnis des Lebens zu greifen. In einem biblischen Bild bewachen jedoch “Cherubim und das lodernde Flammenschwert” den Weg zum Baum des Lebens. So wird die
Menschheit zunächst einen Weg durch das Tal der Demut zurückzulegen haben, um von ihrer Hybris geheilt zu werden. Es ist meine Hoffnung und mein Gebet, daß der Mensch diese Gnade zu nutzen versteht und lernt die
Gebote Gottes zu achten und die Würde eines jeden Menschen zu respektieren.
Bodman-Ludwigshafen, den 5. Februar 2003
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